Durchbräunende Bademode für nahtlose Bräune

Nahtlose Bräune ist nach wie vor gefragt – die Diskussion um Hautkrebs, Hautalterung, erhöhte Krankheitsgefahr durch die UV-Strahlung zum Trotz gibt es immer noch genügend SonnenanbeterInnen, die nicht nur ausgiebig gebräunt sein wollen, sondern gerne auf die hellen Streifen, die Bademode normalerweise hinterlässt, verzichten können.

Ein speziell gewebter Stoff, der im Gegensatz zu herkömmlichen Textilien extrem lichtdurchlässig ist, soll nun zu nahtloser Bräune verhelfen. Diese wird als durchbräunende Bademode, UV-durchlässige Bademode, Sonnenlicht-durchlässige Bademode oder auch Tan Thru Bademode bezeichnet.

Sicht- und Lichtschutz

Bademode unterliegt dem Wandel der Zeit und ist stark kulturabhängig. Während des gesamten 20. Jahrhunderts wurde die Bekleidung im Sommer immer knapper, immer mehr Haut konnte gezeigt werden, und vor allem die Damen fühlten sich unter Druck, ein einheitliches ästhetisches Bild abzugeben. Als erstrebenswert galt nicht nur eine mehr oder minder gesunde Hautfärbung, sondern vor allem eine solche, die gleichmäßig über den gesamten Körper geht. Wer mittags mit Badeanzug im Freibad unterwegs war und abends im schulterfreien Kleid die weißen Stellen der Bikiniträger zeigte, konnte diesem Ideal nicht entsprechen.

Dennoch: Ganz ohne Kleidung geht es nicht, denn FKK-Zonen sind in Deutschland verhältnismäßig selten und zudem nicht jedermanns Sache. Was das Sonnenlicht von der Haut fern hält, das hält auch fremde Blicke fern. Und nicht nur das: Die winzigen Bikinis und Badehöschen, die Herren wie Damen nahezu nahtlose Bräune versprechen, sind zum Schwimmen wenig geeignet. Denn je weniger Stoff die Kleidungsstücke haben, desto leichter verrutscht gerade dieses letzte bisschen bei jeder Bewegung.

Durchbräunende, UV-durchlässige Bademode

Neue Textilien, die wabenförmig gewebt werden und einen verhältnismäßig hohen Anteil an Elastan haben, versprechen nahtlose Bräune. Durch das sehr elastische Material in spezieller Webtechnik kann viel mehr Sonnenstrahlung dringen als durch herkömmliche Textilien, weshalb auch ein großzügig geschnittener Badeanzug (der Schwimmen und Beachvolleyball zu einem Vergnügen macht) keine hellen Streifen auf der Haut hinterlässt. Die Kleidung besitzt einen natürlichen Lichtschutzfaktor von etwa 5 bis 8, auf Sonnencreme kann also nicht verzichtet werden – aber das sollte man ohnehin nicht. Der Nachteil der Kleidung liegt darin, dass die Haut vor allem im normalerweise bedeckten Genitalbereich extrem empfindlich ist und auf die erhöhten Lichtwerte dieser Kleidung umso empfindlicher reagiert.

Nicht geeignet ist durchbräunende Bademode …

… für Kinder, empfindliche Menschen und Leute, die sich häufig im Freien aufhalten. Denn je mehr Haut der Sonnenstrahlung ungeschützt oder unzulänglich geschützt ausgesetzt ist, desto mehr steigt das Risiko für Krebserkrankungen. Daran ändert auch die leichte Bekleidung nichts.

Ein gegenteiliger Trend ist sehr viel interessanter: Für Kinder, Jugendliche und SommersportlerIinnen ist seit einigen Jahren spezielle Kleidung erhältlich, die nicht nur einen Sonnenschutzfaktor von etwa 60 haben, sondern außerdem über Oberarme und Oberschenkel reichen, also verhältnismäßig viel Haut bedecken. Die damit entstehenden Bräunungsränder entsprechen in etwa denen von T-Shirt und Shorts – nicht sehr störend, wenn man bedenkt, dass es wirklich nur ein einziger Rand ist und nicht fünf verschiedene …

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