Speedminton

Speed Badminton ist eine Sportart, die sich innerhalb eines Jahrzehnts von einem Trendsport auf der Wiese hin zum Wettkampf- und Leistungssport entwickelt hat. Wenngleich es, im Gegensatz zu Badminton, noch nicht für eine Teilnahme am olympischen Wettkampfprogramm reicht, so werden doch bereits Weltmeisterschaften und nationale Turniere veranstaltet. Speed Badminton ist der Sport als solcher, der als Speedminton von der gleichnamigen Gesellschaft mit Sitz in Berlin zu Anfang der 2000er Jahre erfunden und entwickelt worden ist. Die Speedminton GmbH promotet weltweit die Sportart Speed Badminton, vom Sport am Strand bis hin zu Meisterschaften mit Preisgeld, Siegern und Platzierten. Das Berliner Gründungsunternehmen hat Lizenznehmer in weltweit mehreren Dutzend Ländern. Speed Badminton wird international durch die ISBO, die International Speed Badminton Organisation vertreten, in Deutschland ist es der DSBV, der Deutsche Speed Badminton Verband.

Fun Speeder und Match Speeder

Im Gegensatz zu Badminton als reinem Hallensport in Deutschland und Europa ist Speed Badminton respektive Speedminton sowohl ein Hallen- als auch Outdoorsport. Im Badminton heißt der Naturfederball Shuttlecock, im Speed Badminton ist der deutlich schwere Kunststoff- oder Plastikball ein Speeder. Der Fun Speeder für Hobby und Freizeit fliegt im Durchschnitt zwischen zwölf und zwanzig Meter weit; seine Höchstgeschwindigkeit liegt deutlich über zweihundert Stundenkilometern, kurz km/h. Der Match Speeder für Könner und Profis hat eine Flugstrecke bis zu fünfundzwanzig Metern und erreicht knapp dreihundert km/h. Für Speed Badminton wird buchstäblich viel Platz benötigt. Das quadratische Spielfeld von fünfeinhalb mal fünfeinhalb Metern auf jeder Seite wird durch einen Abstand von knapp dreizehn Metern getrennt. Im Gegensatz zu Badminton oder Tennis wird ohne Netz gespielt. Der Speeder wird über diese Distanz geschlagen, man könnte auch sagen getrieben. Die Spielregeln gelten für das Speed Badminton-Einzel und das Doppel, für Jugendliche ist der Abstand zwischen den beiden Spielfeldern deutlich geringer.

Kaum Gemeinsamkeiten zwischen Speed Badminton und Badminton

Trotz einer Namensverwandtschaft und der Herkunft haben Speedminton beziehungsweise Speed Badminton und Badminton kaum sportliche Gemeinsamkeiten. Es gibt kein Netz, die beiden Spielfelder grenzen nicht aneinander, und der Speeder ist weder mit dem Naturfeder- noch mit dem Kunststoffball im Badminton vergleichbar. Der Speeder hält auch noch bei Windstärke drei bis vier seine Flugbahn unverändert bei. Die Spielweise ist anders als bei Badminton und Tennis, ebenso wie die Form und auch die Beschaffenheit der Schläger. Speed Badminton ist ein ganz eigener und trendiger Freizeitsport. Wer sich wie beim Federball auf der Wiese den Speeder so zuspielt, dass ihn sein Gegenüber möglichst gut erreicht, der spielt Funplay.
Blackminton ist eine spektakuläre Variante. Gespielt wird im Dunklen. Die Spieler tragen Leuchtbänder auf ihrer Kleidung, und der Speeder ist durch sein fluoreszierendes Material erkennbar. Bei einem schnellen Spiel ist es faszinierend, den Speeder in der Geschwindigkeit eines Formel1-Boliden hin- und herfliegen zu sehen.

Speed Badminton am Strand und auf der Wiese

Vergleichbar mit anderen Beachsportarten lässt sich das mobile Spielfeld für Speed Badminton mit wenigen Handgriffen auslegen und markieren. Dafür muss allerdings ausreichend Platz vorhanden sein. Speed Badminton wird vorwiegend an weniger belebten Strandabschnitten gespielt. Auf zwei bis drei Spielfeldern nebeneinander können ein Dutzend Spieler buchstäblich speeden. Speed Badminton weckt ganz automatisch Aufmerksamkeit bei den Anwesenden. Sich den Speeder über eine weite Strecke zuzuspielen ist das eine, das Beobachten das andere. Speed Badminton ist ein ganz typischer und rasanter Beachsport.
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Die Verbandsstruktur ist professionell, und das Wettkampfwesen straff organisiert. Davon profitieren auch die Hobbysportler. Sie können die Turniere und Meisterschaften als Zuschauer besuchen. Was sie dort sehen und lernen, das probieren sie beim nächsten heimischen Training oder im Urlaub selbst aus. Interessant und motivierend ist ein solcher Turnierbesuch allemal. Der DSBO, seine Landesverbände und deren Mitgliedsvereine halten Angebote für Speed Badminton in Schulen und Universitäten bereit.

Speedminton oder Speed Badminton ist in der heutigen Zeit buchstäblich in aller Munde.

Sonnenschirme früher und heute

Schon in früheren Zeiten spielte der Schutz vor der Sonne eine wichtige Rolle. Daher reicht die Geschichte der Sonnenschirme bis ins Altertum zurück. In China, Ägypten und Persien war es damals ebenso wichtig, sich vor der Hitze und den UV-Strahlen zu schützen, wie heute in Südeuropa.

Sonnenschutz im Altertum

Im Zeitalter der Antike bestanden die feststehenden oder beweglichen Sonnenschirme häufig aus Stoff und formten eine Art Sonnensegel. Das bei den Römern bekannte Velarium wurde zum Beispiel am Boden sowie an Masten fixiert und wie ein Segel hochgezogen. In Spanien und Portugal wurden um 1000 nach Christus die aus arabischen Ländern bekannten Celosias verwendet, um sich vor der Sonne zu schützen. Dieses dekorative Sonnenschutzelement war eine Art Fensterabschluss, der aus Holz, Stuck oder Stein bestand und mit seiner durchbrochenen Fläche gleichzeitig Transparenz und Schatten bot.

Die Weiterentwicklung des Sonnenschirms

Der Sonnenschirm zum Falten stammt aus dem 17. Jahrhundert. Ein Jahrhundert später wurden vor allem in Frankreich Jalousien und Markisen verwendet, um die Gebäude vor zu viel Sonne und Hitze zu schützen. Im 19. Jahrhundert produzierte die erste deutsche Firma Jalousien, die zunächst aus mit Schnüren verbundenen Holzelementen bestanden. Später kamen Lamellen und bewegliche Sonnenschutz-Elemente zum Einsatz. Die seit den 1960er Jahren verwendeten Vorhänge, Jalousien und Markisen ermöglichen eine individuelle Lichtdämmung. Mit der Vielfalt der alternativen Materialien lässt sich der Sonnenschutz seitdem elektrisch kontrollieren, entweder manuell oder automatisch bzw. witterungsabhängig.

Der elegante Sonnenschirm für die Dame

Der tragbare Sonnenschirm für einzelne Personen kam im 17. Jahrhundert in Mode und blieb bis etwa 1920 ein unverzichtbarer Begleiter. Er wurde vorwiegend von Frauen genutzt, um bei Spaziergängen und anderen Aufenthalten in der Sonne den nötigen Schatten zu spenden. Abhängig von den modischen Neuerungen wechselte die Farbgestaltung, die Größe sowie die Beschaffenheit des Stoffes und des Stiels.

Der Sonnenschirm für den Badestrand

Erst seit den 1980er Jahren achten die Menschen wieder darauf, sich nicht zu stark der UV-Strahlung auszusetzen. Dies hat zu einem Wiederaufschwung der Sonnenschirme geführt, die aus Acrylfasern, Polyester und/oder Aluminium angefertigt werden. Die meisten Modelle haben einen relativ großen Durchmesser und werden bevorzugt für den Strandbesuch genutzt. Am Strand sind jedoch auch die niedrigeren Dreiecksschirme beliebt, die direkt in den Boden gesteckt werden und dadurch stabiler sind.

Sonnenschirm am Strand

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Gerade am Badestrand ist es sinnvoll, sich im Schatten aufzuhalten. Mit dem Salzwasser des Meeres auf der Haut ist die Gefahr eines Sonnenbrandes besonders hoch. Außerdem fördert die salzhaltige und sauerstoffreiche Luft am Meer die Bräunung und sorgt für ein schnelles Austrocknen. Im Gegensatz dazu hilft der Sonnenschirm, einen kühlen Kopf zu bewahren. Nicht zuletzt wird auch die Sehfähigkeit durch zu viel Sonne beeinträchtigt. Wer am Strand lesen möchte, fühlt sich unter dem Sonnenschutz besser aufgehoben. So besteht auch beim Einschlafen nicht das Risiko, einen Sonnenbrand zu bekommen. Eine gesunde Bräune bekommen die Sonnenanbeter auch im Schatten, und das ganz ohne Verbrennungen auf der Haut.

Nacktbaden – aus der Mode oder wieder im Trend?

Nacktbaden war bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts bei uns in Europa ganz normal. Zwar waren die Geschlechter getrennt, aber niemand störte sich daran. Freilich waren das nicht Hallenbäder oder Freibäder. Die gab es damals noch nicht. Nur in den Flüssen und Seen wurde gebadet, wenn auch in teilweise abgegrenzten Bereichen.

Dann kam aber der Zwang nach Bedeckung des Geschlechtes auf. Die Männer trugen teilweise lange Hosen und auch die Frauen hatten dabei Kleider an. Nicht selten, dass so eine angezogen Frau aufgrund der Kleidung dann Probleme im Wasser bekam.

In den 1970er Jahren begann aber wieder eine Zunahme der Nacktbadenden in Europa. Allen voran in Frankreich und schließlich auch in Deutschland. Lediglich in den konservativ katholischen Ländern wie Italien oder Spanien beispielsweise ist es bis heute weitgehend verboten. Selbst in Griechenland gibt es genehmigte Nacktbadegebiete. In Deutschland ist Nacktbaden durchaus erlaubt, wenngleich die Stellen seltener besucht werden. Das liegt aber nicht zuletzt am oft kühlen Wetter im Sommer.

Das Nacktbaden hat auch bestimmte Vereine auf den Plan gerufen. In Deutschland haben sich viele Nacktbadevereine etabliert, die bestimmte Gebiete gepachtet haben und in die beispielsweise nur Mitglieder hineindürfen. Aber auch an den öffentlichen Seen sind Nacktbadebereiche ausgewiesen worden. Lediglich in den Freibädern und Hallenbädern ist FKK verboten. Beliebte Länder, in denen Nacktbaden erlaubt ist, sind beispielsweise Frankreich und Kroatien.

Nacktbaden ist für viel Menschen einfach ein Bedürfnis. So ohne nasse Klamotten im Wasser herumplanschen und dann auf der Liegewiese sich zu trockenen, ist einfach schön. Dabei kommt es absolut nicht auf eine Zurschaustellung an. Man liebt eben nur die Freiheit und nicht mehr oder weniger. Die Zahl der Mitglieder von Nudisten ist allerdings in den letzten Jahren zurückgegangen, allerdings wird in den wärmeren Nacktbadegebieten kein Rückgang bemerkt. Viele Menschen möchten dort nach wie vor ganz natürlich mit ihrem Körper umgehen und genießen das Ganze. Und wer sich daran stört, kann ja jederzeit woanders hingehen, wo keine Nacktbadebereiche vorhanden sind.