Sonnenschutzmittel – so schützen Sie Ihre Haut

Sonnenschutzmittel werden eingesetzt, um Schäden an der Haut zu verhindern (Sonnenbrand, Blasenbildung, Alterung der Haut). Diese können durch schädliche UV-A- und UV-B-Strahlen hervorgerufen werden.

Ein geschichtlicher Überblick

Noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts zählten gebräunte Menschen zur Unterschicht, wie zum Beispiel Bauern, Seeleute oder Straßenarbeiter. In den 1920er Jahren erfolgte ein gesellschaftlicher Wandel und die Bademode wurde freizügiger, was zur Folge hatte, dass mehr Haut den Sonnenstrahlen ausgesetzt war und somit die Gefahr eines Sonnenbrandes deutlich erhöht wurde. Im Jahr 1933 kam demzufolge die erste Sonnencreme auf den Markt. Sie trug den Namen “delial Salbe”. In den folgenden Jahrzehnten galt gebräunte Haut als ein Statussymbol, was vor allem mit dem Aufkommen des Bikinis noch verstärkt wurde. Der Markt für Sonnenschutzmittel wurde größer und es wurden unzählige Cremes, Öle, Sprays, Sonnenmilchprodukte, Stifte und Gele entwickelt. In den letzten Jahren hat der Boom des “Braunseins” mit dem Wissen über die Gefahren für die Haut wieder nachgelassen.

Optimaler Sonnenschutz für Ihre Haut

Die Anforderungen an ein Sonnenschutzmittel sind klar umrissen: Am wichtigsten hierbei ist ein hoher Licht- und Breitbandschutz, gute Verträglichkeit, Stabilität gegen Hitze, Licht und Luft sowie eine gute Haftung auf der Haut. Die Angaben auf der Verpackung des jeweiligen Mittels sollten Folgendes umfassen: die Höhe des Lichtschutzfaktors, die Wasserfestigkeit und den UV-A-Schutz. UV-Strahlen (ultraviolette Strahlen) sind für das menschliche Auge nicht sichtbar. Treffen sie allerdings ohne Schutz auf die Haut, können sie weitreichende Schäden an der Körperhülle anrichten. Neben dem Sonnenbrand kann es zu Hautausschlägen und Sonnenallergien kommen, außerdem besteht ein erhöhtes Hautkrebsrisiko, es können Schäden im Erbgut hervorgerufen werden, die Haut altert schneller und es bilden sich Falten.

Der Lichtschutzfaktor (LSF) ist das wichtigste Kriterium zur Bewertung der Wirksamkeit eines Sonnenschutzmittels. Die Haut des Menschen verfügt über einen bestimmten Eigenschutz gegenüber der Sonneneinstrahlung, bevor sie rot wird und es zu einem Sonnenbrand kommt. Im Durchschnitt liegt diese Zeitspanne (bei noch ungebräunter Haut) bei etwa 20 Minuten. Bei hellhäutigen Menschen erfolgt eine Rötung der Haut allerdings deutlich schneller. Der Lichtschutzfaktor gibt an, um wie viel sich dieser Faktor der Eigenschutzzeit verlängert. Ein LSF von 10 bedeutet also, dass sich die Dauer der Eigenschutzzeit um ein 10-Faches verlängert, bis es zu einem Sonnenbrand kommt. Der LSF muss übrigens mindestens 6 betragen. Er bietet Schutz gegen die UV-B-Strahlen im Sonnenlicht. Aber auch die UV-A-Strahlung ist schädlich für die Haut. Deshalb ist es wichtig, dass der UV-A-Schutzfaktor eines Sonnenschutzmittels mindestens ein Drittel des LSF-Wertes beträgt. Dies bedeutet, dass eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 mindestens einen UV-A-Schutzfaktor von 10 haben sollte.

Sonnenschutz ist mehr als Haut eincremen

Aber nicht nur die Haut, sondern auch der Kopf sollte nicht ungeschützt der Sonne ausgesetzt werden. Denn einerseits kann die Kopfhaut natürlich genauso verbrennen, aber ebenfalls kann es zu einem Sonnenstich aufgrund einer zu intensiven Einwirkung kommen. Dieser äußert sich dann in Schwindelanfälle, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen bis hin zu einem Kreislaufzusammenbruch. In Extremfällen wird ein Aufenthalt im Krankenhaus fällig. Schon aus diesem Grund gilt es, niemals ohne Kopfbedeckung in die Sonne zu gehen und ebenso die Mittagsstunden zu meiden. Selbst die Augen können einen schmerzhaften Sonnenbrand erleiden, so dass dauerhaft Einschränkungen in der Sehfähigkeit eintreten. Hier ist eine spezielle Sonnenbrille mit einem UV-Schutz unbedingt ratsam.